“Born to run”: Gehen und Laufen ist evolutionsbiologisch das effizienteste Ganzkörpertraining

Der Mensch ist zum Gehen und Laufen geboren. Auf den ersten Blick wirkt der aufrechte Gang des Menschen wie ein Nachteil gegenüber dem vierbeinigen Gang der meisten anderen Säuger. Immerhin kann der Mensch weder besonders schnell laufen, noch besonders hoch springen und wirkt allgemein eher schwach im Gegensatz zu anderen Raub-tieren. Trotzdem verdanken wir dem Aufrechten Gang unsere heutige Existenz.\r\n\r\n

Hätten die Vorfahren des Menschen vor etwa 5 bis 6 Millionen Jahren nicht gelernt aufrecht zu gehen, wäre der Mensch wahrscheinlich ausgestorben. (Tucker et al., 2009; Heinrich, 2002; McDougall, 2009) Der aufrechte Gang ist zwar im Gegensatz zum vierbeinigen Gang relativ instabil und deswegen langsamer, aber er benötigt weniger Energie bei gleichem Körpergewicht. Dadurch konnte der Mensch längere Zeit bei knapperem Nah-rungsangebot durchhalten als zuvor. (Tucker et al., 2009; Heinrich, 2002; McDougall, 2009) Durch die höhere Energieeffizienz des aufrechten Gangs und der Fähigkeit seine Körpertemperatur über das Schwitzen zu regeln war der Mensch außerdem in der Lage auf eine völlig andere Weise zu Jagen als zuvor.

Anstatt Beute mit hoher Geschwindigkeit fangen zu müssen, konnte der Mensch durch den aufrechten Gang seiner Beute über große Distanzen verfolgen. Kein Landtier kann an einem Tag so große Distanzen zurücklegen wie der Mensch, was daran liegt dass ihnen früher die Energie ausgeht oder sie überhitzen. (Tucker et al., 2009; Heinrich, 2002; McDougall, 2009)

Ein gesunder Lebensstil erfordert kaum zusätzliche Zeit, man kann sogar Zeit sparen, kein spezielles Training oder Zusatzkosten, sondern kann durch Gehen und Laufen, der ursprünglichsten Form der Bewegung, zu jeder Zeit und an jedem Ort erreicht werden.

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